Rolex Submariner Kaufberatung: So findest du deine perfekte Sub
Die Rolex Submariner ist eine absolute Ikone unter den Luxusuhren – und das seit mehr als 60 Jahren. Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine Sub zu kaufen, merkt schnell: Die Auswahl ist riesig, die Modellvielfalt fast schon überwältigend. Damit du nicht den Überblick verlierst und am Ende wirklich die Uhr findest, die zu dir passt, habe ich die wichtigsten Infos und Entscheidungshilfen für dich zusammengestellt. Hier erfährst du, worauf du achten solltest, welche Unterschiede es gibt und wie du Schritt für Schritt zu deiner perfekten Submariner kommst.
Vintage oder modern? Die Grundsatzfrage
Ganz am Anfang steht die Überlegung: Möchtest du lieber eine moderne Submariner oder reizt dich der Charme eines Vintage-Modells? Gerade für Einsteiger empfehle ich, sich zunächst auf die neueren Modelle zu konzentrieren. Vintage-Subs sind zwar extrem faszinierend, aber sie bringen auch viele Herausforderungen mit sich: Die Preise sind hoch, der Markt ist unübersichtlich und das Risiko, an eine Fälschung oder ein schlecht erhaltenes Exemplar zu geraten, ist nicht zu unterschätzen. Es ist ein bisschen so, als würde man sich als Erstauto einen Oldtimer zulegen – eine tolle Erfahrung, aber definitiv nichts für jeden Tag.
Was bedeuten die Referenznummern?
Ein wichtiger Schlüssel, um die verschiedenen Submariner-Modelle zu unterscheiden, sind die Referenznummern. Ursprünglich hatten die Modelle vierstellige Nummern, wie zum Beispiel die 5513, die bis in die 1980er gebaut wurde. Ab den 1980ern kamen die fünfstelligen Referenzen wie die 16610 ins Spiel, die dann bis etwa 2010 aktuell waren. Seitdem setzt Rolex auf sechsstellige Referenzen, etwa die 116610 oder die 114060. Zwischendurch gab es mit der 168000 auch mal eine kuriose Ausnahme, aber im Großen und Ganzen hilft dieses System, die Modelle zeitlich einzuordnen.
Pre-Ceramic oder Ceramic? Die Lünette macht den Unterschied
Ein Meilenstein in der Geschichte der Submariner war die Einführung der Keramik-Lünette im Jahr 2010. Die Modelle, die davor produziert wurden, werden als „pre-ceramic“ bezeichnet und haben eine Lünette aus Aluminium. Die Keramik-Variante ist deutlich kratzfester und wirkt moderner, während die Aluminium-Lünette einen klassischeren Look hat und mit der Zeit eine schöne Patina entwickeln kann. Hier entscheidet vor allem dein persönlicher Geschmack: Bist du eher der Typ für moderne Technik und ein robustes Äußeres, oder zieht dich die Vintage-Optik der älteren Modelle an?
Die wichtigsten Modelle im Überblick
Moderne Submariner (Ceramic)
Wenn du dich für eine Submariner mit Keramik-Lünette entscheidest, wird die Auswahl ein wenig übersichtlicher. Zunächst solltest du dir überlegen, ob du eine Version mit oder ohne Datum bevorzugst. Die Submariner ohne Datum trägt die Referenz 114060 und besticht durch ihr besonders symmetrisches Zifferblatt – viele Puristen schätzen genau das. Möchtest du lieber eine Datumsanzeige, dann ist die 116610 dein Modell. Beide gibt es in Edelstahl, aber auch als sogenannte „Rolesor“-Versionen, also in Stahl-Gold-Kombination, oder sogar komplett aus Gold. Farbliche Akzente bieten etwa die grüne „Hulk“ oder die blaue „Smurf“, wobei diese Varianten oft deutlich teurer gehandelt werden.
Pre-Ceramic Submariner
Entscheidest du dich für eine Submariner aus der Zeit vor der Keramik-Lünette, eröffnet sich eine größere Modellvielfalt – und auch mehr Möglichkeiten, deinen persönlichen Favoriten zu finden. Hier stellt sich erneut die Frage: Mit oder ohne Datum? Die Submariner No Date gibt es als 14060 und 14060M. Die wichtigste Unterscheidung zwischen diesen beiden ist das Uhrwerk: Die 14060 hat das Kaliber 3000, die 14060M das modernere 3130. Ein weiteres Detail, das Sammler lieben, ist die Anzahl der Textzeilen auf dem Zifferblatt. Die frühen Modelle haben zwei Zeilen, die späteren vier – letzteres steht für die Chronometer-Zertifizierung (COSC).
Wenn du Wert auf einen echten Vintage-Look legst, solltest du auf ein Modell mit Tritium-Leuchtmasse achten. Diese altert mit der Zeit und verleiht der Uhr eine einzigartige Patina. Ab Ende der 90er wurde Tritium durch Luminova und später SuperLuminova ersetzt, die heller leuchten und nicht altern.
Bei den Submariner-Modellen mit Datum sind vor allem die Referenzen 16800, 168000 und 16610 spannend. Die 16800 ist so etwas wie der „Sweet Spot“ für viele Vintage-Fans: Sie verbindet den Charme eines matten Zifferblatts mit modernen Features wie Saphirglas und einseitig drehbarer Lünette. Die 16610 ist der Klassiker schlechthin und wurde über zwei Jahrzehnte gebaut. Hier lohnt sich der Blick auf Details wie das Datumsrad mit offenen 6 und 9 bei frühen Modellen, massive Bandanstöße ab 2001 oder die Laserkrone im Glas bei den
Stahl, Stahl-Gold oder Vollgold? Die Materialfrage
Die meisten entscheiden sich für eine Submariner aus Edelstahl – sie ist robust, zeitlos und am vielseitigsten kombinierbar. Wer es etwas auffälliger mag, findet in den Stahl-Gold-Modellen („Rolesor“) oder den Vollgold-Varianten spannende Alternativen. Besonders begehrt sind die Modelle mit farbigen Lünetten: Die grüne „Kermit“ (Ref. 16610LV, 50th Anniversary) oder die „Hulk“ (Ref. 116610LV) erzielen auf dem Markt inzwischen echte Liebhaberpreise.
Mein Fazit und persönliche Empfehlung
Unterm Strich gilt: Lass dich nicht von Foren-Mythen oder Sammler-Hypes verrückt machen. Die beste Submariner ist immer die, die dir selbst am besten gefällt und die du gern trägst. Für Vintage-Fans ist eine frühe 16800 mit mattem Blatt ein echter Geheimtipp – du bekommst viel Charakter und trotzdem modernen Komfort. Wer es klassisch mag, findet mit der 16610 aus den 2000ern eine perfekte Mischung aus Tradition und Alltagstauglichkeit. Und wenn du auf modernste Technik und Robustheit Wert legst, bist du mit der 114060 (ohne Datum) oder der 116610 (mit Datum) aus der aktuellen Keramik-Generation bestens beraten.
Mein Favorit: Die 14060M
Die 14060M verkörpert für mich das, was die Submariner immer ausgemacht hat: Sportlicher Understatement-Look, robuste Technik und eine zeitlose Ausstrahlung, die nie aus der Mode kommt. Sie ist die letzte Submariner ohne Datum in klassischer Gehäuseform und trägt sich dadurch wunderbar ausgewogen am Handgelenk – ganz ohne das „Cyclops“-Datumslupe, was das Zifferblatt herrlich symmetrisch wirken lässt.
Besonders schätze ich an der 14060M, dass sie technisch schon auf dem Stand der modernen Submariner ist, aber noch viele klassische Details bietet. Das Kaliber 3130 ist ein echtes Arbeitstier: zuverlässig, präzise und wartungsfreundlich. Die Uhr hat bereits ein massives Oyster-Band, Saphirglas und ist bis 300 Meter wasserdicht – damit ist sie absolut alltagstauglich, egal ob am Schreibtisch, beim Schwimmen oder auf Reisen.
Ein weiteres Highlight ist die Zifferblatt-Variante: Die frühen Modelle kommen mit zwei Zeilen Text, was für Puristen als besonders „clean“ und klassisch gilt. Spätere Ausführungen ab ca. 2007 sind COSC-zertifiziert und tragen vier Zeilen – das wirkt sportlicher und moderner. Hier entscheidet ganz klar der persönliche Geschmack, beide Versionen haben ihren eigenen Charme.
Was die 14060M für mich so sympathisch macht: Sie ist einerseits zurückhaltend und Understatement, andererseits erkennt jeder Uhrenliebhaber sofort, was da am Handgelenk sitzt. Sie ist vielseitig kombinierbar, passt zur Jeans genauso wie zum Anzug und ist einfach eine Uhr fürs Leben.
Die 14060M ist die letzte „echte“ Submariner ohne Datum, ohne Spielereien, einfach nur pure Submariner-DNA. Genau das macht sie für mich zur perfekten Wahl – und vielleicht ja auch für dich? Dann schau doch gerne mal bei uns im Shop vorbei!
Welche Submariner würdest du wählen? Hast du noch Fragen zu bestimmten Modellen oder möchtest du Details zu einer Referenz wissen? Schreib‘ mir gern eine Nachricht – ich helfe dir gern auf dem Weg zu deiner Traumuhr!